Haitauchen und Walbeobachtung in Hermanus


Letzten Donnerstag, genau vor einer Woche, waren wir in Gansbaai in der Nähe von Hermanus Haitauchen im Käfig. Das ist ein sehr beliebter, jedoch auch häufig umstrittener Tagesausflug in der Nähe von Kapstadt.

Um 7.00 Uhr morgens ging es los, immer der N2 entlang über den Sir Lowry’s Pass bis nach Hermanus und von dort in das ca. 45 Minuten entfernte Gansbaai. Dort hatten wir mit White Shark Projects eine Tour gebucht, die uns Nahe an die weißen Haie bringen sollte.

 

Dank einer guten Wegbeschreibung fanden wir das Unternehmen auf Anhieb und wurden freundlich begrüßt. Ein ausgiebiges Frühstück war bereits aufgebaut und so konnten wir ganz entspannt auf die anderen Teilnehmer warten, die bequem mit dem Transferservice des Unternehmens hierhergebracht wurden.

white shark projects

Insgesamt waren wir nun 20 Leute, die sich auf einen unvergesslichen Trip freuten. Nach einer ersten kurzen Einweisung durften wir ausgerüstet mit speziellen Schwimmwesten auch schon auf das Boot, das im nur wenige Meter entfernten kleinen Hafen auf uns wartete.

ablegestelle in gansbaai

Bereits während der Fahrt auf das offene Meer unterhielten uns Möwen, die sich geschickt Fischstücke im Vorbeifliegen schnappten. Kaum geankert, wurde es auch schon spannend und der erste Hai zeigte sich. Von Geruch zerhackter Fische und Öl angelockt, schwamm er ums Boot und sorgte für helle Begeisterung, besonders bei den spanischen Gästen, die unter viel Aufheben jede Bewegung filmten. Schnell wurden die Neoprenanzüge und Taucherbrillen verteilt und die ersten 6 Personen durften in den Käfig steigen. Der Käfig ist am Boot verankert und ein Teil schwimmt über der Wasseroberfläche. Den Deckel kann man anheben und so bequem in den Käfig steigen. Da keine Taucherfahrung von Nöten ist, kann jeder diesen Trip machen.

weisser hai beim shark cage diving

Uns wurde viel Spannung geboten und niemand wird den Augenblick vergessen, wenn ein mehrere Meter langer Hai nur wenige Zentimeter von einem entfernt vorbei schwimmt. Vorübergehend vergisst man sogar das nur wenige Grad warme Wasser… Ausgekühlt aber aufgeregt von den Erlebnissen, versuchten wir zurück am Boot noch einige Bilder von den Haien von Oben zu machen. Dort war die Sicht sogar noch besser als im Wasser, das doch relativ trüb war und nur wenig Sicht im Käfig bot. Wir hatten Glück mit dem Wetter, denn fast kein Wellengang und nur wenig Wind bildeten eine perfekte Kulisse für den Ausflug. Das kann auch ganz anders sein und nicht nur eine Person füttert dann die vorbeischwimmenden Fische. Trotz der guten Verhältnisse waren wir froh, als wir gegen 13.00 Uhr wieder an Land gingen und uns eine heiße Suppe erwartete. Nebenbei konnten wir uns unser Video von dem Erlebnis anschauen, das direkt mitgeschnitten wurde.

Inzwischen hatten wir uns wieder soweit ausgeruht, dass wir nach Hermanus aufbrechen konnten. In der Hauptstadt der Wale wollten wir uns noch etwas umsehen und mit etwas Glück ein paar von diesen Giganten entdecken. Die Jahreszeit war perfekt dafür und so sichteten wir viele verschiedene Wale, teilweise nur wenige Meter von der Küste entfernt und sogar aus dem Wasser springend. Wir wussten gar nicht, wo wir als erstes hinschauen sollten, so viel war im Meer los. Der Walbeobachter von Hermanus mit seinem charakteristischen Horn war auch ganz aufgeregt und blies ständig hinein, um einen „neuen“ Wal von links oder rechts anzukündigen, den wir nicht verpassen durften.

whale crier in hermanus

springender wal in hermanus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schließlich mussten wir aber aufbrechen, da wir noch einige Kilometer Fahrt bis nach Kapstadt vor uns hatten und gerne die Strecke entlang der Küste über Kleinmond, Betty’s Bay und Pringle Bay bis nach Somerset West fahren wollten. Ein Sonnenuntergang wie ich ihn bisher nur in Afrika erleben durfte, machte den Tag perfekt. Die letzten Kilometer auf der N2 mussten wir dann noch im Dunkeln zurück legen, bis wir endlich erschöpft aber glücklich in Kapstadt ankamen.

sonnenuntergang entlang der kueste von summerset west

Ein gelungener Tag, den wir nur weiterempfehlen können. Wer kein eigenes Auto hat oder nicht gerne fährt, der kann einen Transfer mit White Shark Projects buchen und sich bequem von Kapstadt abholen lassen. Von Juli bis September bietet sich ein Abstecher nach Hermanus an, um dort Wale zu beobachten – entweder von der Küste aus oder bei einem Bootsausflug. Wer Zeit und Lust hat, sollte am besten ein Wochenende dort verbringen, um in Ruhe die Stimmung aufzunehmen und den Ort mit seinen netten kleinen Restaurants und Bars zu genießen. Wichtig ist allerdings, das Wetter vorher zu studieren, um einen möglichst ruhigen Tag mit wenig Wind und Wellenbewegung auszumachen.

 

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